Karin Seehofer besucht Stiftung

"Ich bin sehr beeindruckt von dieser Teamleistung für trauernde Menschen", die „bayerische First Lady“ besuchte am 31. Mai 2017 die Nicolaidis YoungWings Stiftung und informierte sich über bestehende und neue Projekte.

Viele bunte Kärtchen mit Begriffen über die Arbeit der Nicolaidis YoungWings Stiftung hingen an der Wand, und Vorstandsvorsitzende Martina Münch-Nicolaidis versprach auch gleich: Keine Power Point Präsentation! Karin Seehofer besuchte die Stiftung gestern in München, um sich näher über deren Arbeit und Projekte zu informieren. Der Termin war vergangenes Jahr entstanden, als Martina Münch-Nicolaidis den Bayerischen Verdienstorden verliehen bekommen hatte und die beiden Frauen nach dem Festakt ins Gespräch gekommen waren. „Mich hat das Thema einfach sehr interessiert, als ich gehört habe, mit wieviel Engagement hier jungen Menschen in einer Extremsituation, dem Tod eines Partners oder Elternteils, geholfen wird“, sagte Karin Seehofer gestern im gemeinsamen Gespräch mit dem versammelten Team in den Stiftungsräumen an der Ridlerstraße.

  

Die Teammitglieder stellten nacheinander ihre Bereiche innerhalb der Organisation vor. Karin Seehofer zeigte sich beeindruckt, als etwa Martina Willer-Schrader berichtete, wie jungen Witwen und Witwern eine Anlaufstelle geboten wird, oder Lana Reb darlegte, was für Kinder und Jugendliche an Hilfestellung geboten wird. Viel Neues passiert in diesem Jahr: So gibt es unter anderem seit Mai das Sebastian Bildungsstipendium für Halb- und Vollwaisen zwischen 17 und 21 Jahren. Durch dieses Stipendium werden junge Betroffene bei ihrem Berufsweg unterstützt und gecoacht. Oder auch die geplante Onlineberatungsstelle HelpingWings, über die sich erwachsene Trauernde – analog des Online-Angebots YoungWings für Kinder und Jugendliche – ab Herbst 2017 schnell Hilfe holen können.

„Es ist ja oft so, dass angesichts von Trauer und Tod Hilflosigkeit herrscht“, weiß auch Karin Seehofer, die in ihrer Arbeit für so manche andere Einrichtung wie etwa ein Palliativzentrum mit dem Thema konfrontiert ist. „Für mich ist es schön zu spüren, wie hier mit der Trauer umgegangen, mit wieviel Lebensfreude dem Tod begegnet wird und mit wieviel Herzblut jeder einzelne im Team für diese Trauerbegleitung arbeitet.“

Martina Münch-Nicolaidis bedankte sich herzlich bei Karin Seehofer für den Besuch, der „eine tolle Würdigung unserer Arbeit ist“. Sie trug aber auch die Bitte vor, das Thema in die Politik zu tragen und Türen zu öffnen, damit die bundesweite Arbeit der Stiftung auch zunehmend von öffentlicher Seite unterstützt werden könne. „Wir haben rund 500.000 junge Witwen und Witwer in Deutschland und über 800.000 Waisen und Halbwaisen“, so Martina Münch-Nicolaidis. „Der Bedarf an Hilfe und Trauerbegleitung ist groß.“

 

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