Yoga bei Trauer – ein körperorientiertes Angebot

Yoga

Der Verlust eines geliebten Menschen und die damit verbundene Trauer können das Leben komplett durcheinanderbringen. So, dass es sich anfühlt, als würde der Boden unter den Füßen verschwinden. Gefühle der Halt- und Hilflosigkeit, der Leere oder überwältigende Emotionen können Teil des Trauerprozesses sein. In dieser Situation ist Yoga ein Weg, um wieder zu innerem Halt und Stabilität zu finden.

Ein wichtiger Teil der Yogapraxis ist das bewusste Atmen. Es hilft dabei, mit sich in Verbindung zu kommen und sich selbst wieder zu spüren. Mit der Methode des wert- und veränderungsfreien Atmens haben Trauernde eine liebevolle und beruhigende Möglichkeit, Einfluss auf ihre eigenen Empfindungen zu nehmen. Gleichzeitig werden sie durch die körperlichen Übungen geerdet – etwa durch eine sanfte Kräftigung der Mitte oder Balancehaltungen. Das Gefühl, wieder einen Boden unter den Füßen zu haben, wird so gestärkt.

Durch die achtsame Verbindung wird außerdem die Selbstwirksamkeit gestärkt. Denn wer sich im Yogakurs über körperliche Haltungen den eigenen Emotionen nähert, macht die Erfahrung, einen Einfluss auf das Empfinden zu haben. Er erlebt, dass er sich selbst in eine Situation hineinbegeben, diese beobachten und eine Veränderung der Gefühle wahrnehmen kann. Damit hat er die Chance, sich auf neue Wege und Perspektiven einzulassen und im wahrsten Sinne des Wortes einen „neuen Stand“ aufzubauen.

Wie wir Yoga verstehen und unterrichten

Yoga Julia Schwendner 1

Unser Konzept „Yoga bei Trauer“ setzt sich aus acht Einheiten zusammen. Wir beginnen mit einem Einführungstag, an wir uns Zeit für die Themen Trauer, Yoga und natürlich Yoga bei Trauer nehmen. Daneben ist Raum für individuelle Fragen und Anliegen.

Die darauffolgenden sechs Yoga-Einheiten finden in zweiwöchigem Abstand statt. In einer kleinen, festen Gruppe beginnen wir mit dem Aufbau von Stabilität und gehen in die bewusste Emotionswahrnehmung. Wir erproben Atemtechniken, üben Balance und machen über den Sonnengruß die beruhigende Wirkung von Ritualen spürbar. Die Stunden selbst beginnen immer mit einer Atemtechnik, gefolgt von einer Übungsreihe und enden mit einer Meditation oder Entspannungsübung. Während der Einheiten werden die Teilnehmer dazu eingeladen, sich Übungen zu notieren, die ihnen besonders gut getan haben. So kann jeder über die Kursreihe hinweg eine individuelle Praxis aufbauen. Der Abschlusstag ist dazu gedacht, diese Praxis zu üben, zu verfeinern und erneut den Raum für persönliche Fragen und Anliegen zu öffnen.

Die Teilnehmer lernen Yoga dabei als eine wertvolle Möglichkeit kennen – über achtsames Üben, wertfreie Selbstwahrnehmung und Momente der Selbstwirksamkeit – Stabilität in der inneren und äußeren Welt aufzubauen. Und Mut für neue Wege zu finden.

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