Trauer auf allen Kanälen

Ein Film über die Menschen in der Nicolaidis YoungWings Stiftung, eine Frau, die über den Tod ihres Ehemannes schreibt, ein Magazin über unseren Umgang mit dem Tod und ein Interview über Trost. Das lesen, sehen, hören wir jetzt von Trauer.

Film: „Lebensformen: Wo junge Menschen trauern“

3 Bild LebensformenEin Jahr lang hat uns die Autorin und Filmemacherin Claudia Dinges (https://www.sonntagsblatt.de/autor/claudia-dinges) mit ihrem Kamerateam begleitet. Entstanden ist ein 20-minütiger Film, der die unterschiedlichen Facetten unserer Arbeit zeigt und tiefe Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Menschen, die zu uns kommen, gewährt. Claudia Dinges hat es uns mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise leichtgemacht, zu diesem Projekt „ja“ zu sagen. Ohne diejenigen, die bereit waren, vor der Kamera von sich und ihrer Verlustgeschichte zu erzählen, hätte dieser Film jedoch nie entstehen können.

Danken wollen wir deshalb den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen für das große Vertrauen, das sie uns und dem Filmteam entgegengebracht haben.

Buch: Lebe vorwärts

3 Bild Lebe vorwärts

Witwe mit 38, und allein mit drei Kindern – so etwas ist eigentlich nicht vorgesehen. Doch Iris Lieser hat ihrem Mann versprochen, nach vorne zu schauen. Also sucht sie ihren Weg durch die ersten Stunden nach dem Tod, die Beerdigung, das erste Jahr. Nachdem sie zunächst nur Glück und Erleichterung spüren kann, dass ihr Mann es nach langer Erkrankung „endlich geschafft“ hat und sie über viele Monate hinweg funktioniert hat, so „als liefe ich neben mir her und sähe mir selbst dabei zu, wie ich lebe“, trifft sie der Schmerz, als die Erkenntnis um die Endgültigkeit des Todes in ihrem Bewusstsein ankommen darf, mit unerwarteter Intensität. Die Autorin erzählt mit Offenheit von ihren Gedanken, nicht mehr weiterleben zu wollen und von den Momenten, in denen sie sich mit ihren trauernden Kindern überfordert fühlt. Von den Herausforderungen des Alltags als alleinerziehende Mutter, den Hindernissen der Bürokratie als Verwitwete und von gut gemeinten Ratschlägen anderer. Der Leser erfährt aber auch von den lustigen und heiteren Situationen, die in der Trauer auftauchen und der Zuversicht, die die Autorin angesichts der Menschen, deren Unterstützung sie als hilfreich empfindet, verspürt.
Ein Buch, das viele Themen anspricht, die jungen Trauernden begegnen können und Mut machen will, dem eigenen Weg zu vertrauen.

Magazin: "Wie wir mit dem Tod umgehen"

3 Bild Geo kompaktSo heißt die aktuelle Ausgabe des GEO kompakt. In 17 Beiträgen nähert sich dieses Heft vielen Fragen, die uns im Umgang mit dem Sterben begegnen. Was sagen zum Beispiel Naturwissenschaftler auf die Frage, ob es eine Seele gibt? Welche Vorstellung vom Jenseits prägen die unterschiedlichen Religionen? Was geschieht aus medizinischer Sicht beim Übergang von Leben zu Tod? Das Heft beleuchtet aber auch strittige Themen wie Sterbehilfe und Organspende. Es gibt Antworten auf die Frage, wie man als Angehöriger mit dem digitalen Erbe des Verstorbenen umgehen kann. Und wie es sich verhindern lässt, dass es unter Erben zum Zerwürfnis kommt.

 

Interview: Trost

Trost„Es trösten einen die Menschen, die einem so nahestehen, dass sie großzügig, geduldig und ehrlich sind.“ Zu diesem Fazit kommen Gabriela Herpell und Johannes Waechter nachdem sie für das Magazin der Süddeutschen Zeitung Menschen danach gefragt hatten, was ihnen in der Zeit nach einem schweren Verlust geholfen hat. Die Befragten erzählen davon, wie sehr Floskeln und betretenes Schweigen die schwere Situation zusätzlich belasten können. Aber auch davon, wie die Hilfe anderer ihnen Zuversicht und Vertrauen gegeben hat.

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