Neue Wege für Austausch und Vernetzung finden

Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, vernetzt und im Austausch zu bleiben. Für viele der jungen Trauernden sind die regelmäßigen Trauergruppen und das Treffen von Gleichgesinnten daher ein ganz wichtiger Bestandteil des weiterhin ungewöhnlichen Alltags. Doch seit Beginn der Kontaktbeschränkungen ist es nicht mehr möglich, die Trauergruppen in unseren Stiftungsräumen stattfinden zu lassen. Also heißt es: Neue Wege finden, um auch weiterhin verbunden zu bleiben!

Neben der persönlichen Begleitung, die wir in den letzten Wochen der offiziellen Beschränkungen telefonisch, per E-Mail oder Videochat stattfinden lassen, haben wir auch die regelmäßigen Termine unserer Trauergruppen für junge Erwachsene aufrechterhalten und in virtuelle Räume verlegt.

U28-Trauergruppe Onlinegruppe bei Trauer

Mit diesem Foto schickt die U28-Trauergruppe – die sich weiterhin im gewohnten 14-tägigen Zyklus trifft – Grüße in die Welt. Wir und die jungen Trauernden haben schnell bemerkt, wie man sich trotz der räumlichen Distanz auch auf neue Art und Weise begegnen kann.

Virtuelle Gruppenräume liebevoll gestalten

So wurden beispielsweise neue Rituale gefunden. Vor den gemeinsamen Online-Treffen richten sich die Teilnehmer der U28-Trauergruppe zu Hause ihren ganz eigenen „Gruppenraum“ für diese besonderen zwei Stunden zum Thema Trauer ein: Viele stellen sich immer dieselbe Kerze auf, sitzen am selben Platz, kochen ihren Lieblingstee oder haben ein Foto ihres verstorbenen Elternteils in der Nähe stehen. Während der Treffen gibt es Raum für die derzeitigen Veränderungen im Alltagsleben, doch auch Themen, die mit der Trauer in Verbindung stehen, finden einen geeigneten Platz. So tauscht sich die Gruppe vielleicht an einem Abend über Songs und Liedzeilen aus, die die jungen Erwachsenen ihre Trauer fühlen lassen, aber auch Halt, Zuversicht, Hoffnung und Trost geben. Entstanden ist aus diesem Austausch eine „Gruppen-Playlist“ – bestehend aus vielen persönlichen Songs, die auf besondere Art und Weise die Teilnehmer miteinander verbindet. An einem anderen Abend haben die jungen Trauernden Gegenstände aus ihrem Zuhause geteilt, die ihnen derzeit besonders wichtig sind, und über diese Verbindung darüber gesprochen, wie es ihnen gerade geht.

Wir sind dankbar, uns in dieser Zeit in den virtuellen Räumen weiter zu treffen. Denn auch wenn die räumliche Distanz die Atmosphäre in der Gruppe ein Stück weit verändert hat: Der stärkende, nährende Effekt der Gruppenstunde ist immer spürbar. Es ist schön, gemeinsam mit euch auch in diesem Raum die Qualität des Verbundenseins zu erleben. Weiterhin einander begleiten und Anteil nehmen zu können, und auch diese Zeit gemeinsam durchzustehen und mutig Herausforderungen zu meistern.

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