Wege aus der Trauer finden: Wenn der Partner am Berg verunglückt

Wenn der Partner am Berg verunglückt: Kooperation mit dem DAVWie finde ich einen guten Umgang mit einem Ort, der für mich bislang Erlebnis- und Erholungsraum war – und jetzt mit einem Verlust verknüpft ist? Wie kann ich mein eigenes Verhältnis zu den Bergen neu gestalten? Zweimal im Jahr bieten wir jungen Trauernden, deren Partner in den Bergen verunglückt sind, die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Aspekten dieses Verlustes auseinanderzusetzen. „Wer seinen Partner in den Bergen verloren hat, muss sich diesen Raum oft erst wieder zurückerobern und eine neue Beziehung zu den Bergen aufbauen“, sagt die Trauerbegleiterin Uschi Pechlaner, die mit einer Kollegin das halbjährlich stattfindende Angebot leitet. Ein Angebot für einen offenen Austausch, in dem Gedanken und Gefühle Platz haben, die mit dieser schwierigen Situation in Zusammenhang stehen.

Kooperation mit dem DAV

Unterstützt wird das Austauschtreffen durch den Deutschen Alpenverein, der über sein internes Kriseninterventionsangebot im Akutfall Hilfe leistet. Damit die Betroffenen auch langfristig unterstützt werden können, vermittelt der DAV sie an die Trauerbegleiterinnen der Nicolaidis YoungWings Stiftung. Durch Vorträge beim Krisenmanagement-Team des Alpenvereins sowie dem Kriseninterventionsdienst der Bergwacht wurde die Kooperation bereits publik gemacht. Ein eigener Flyer wird nun unter deren Mitgliedern verteilt, die das Infomaterial dann in Rahmen der Akutversorgung an die Betroffenen weitergeben können.

Austauschtreffen auf digitalen Wegen

Ende März Jahr fanden sich die bereits angebundenen Trauernden zum Austausch zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen und sich zu vernetzen. Auch wenn das Treffen in der aktuellen Situation nicht wie gewohnt in den Stiftungsräumen stattfinden konnte, war es uns wichtig, an dem Angebot festzuhalten und es in Form einer Videokonferenz durchzuführen. Denn Trauer folgt keinem Zeitplan und die zusätzliche Isolation aufgrund der momentan angeordneten sozialen Distanz stellt für viele Trauernden eine große Belastung dar. Daher war die Dankbarkeit, dass auch in der jetzigen Lage eine Vernetzung mit Menschen möglich ist, die ähnliches erlebt haben, sehr zu spüren, und wir blicken auf einen Nachmittag mit vielen vertrauensvollen und offenen Gesprächen zurück.

 

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